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Die verlorene Perle

Ich such` meine Perle
und finde sie nicht.
Sie zog mit den Wolken,
sie scheute das Licht.

Ich verlor meine Perle.
Sie fiel von der Schnur
und verschwand im Nichts,
hinterließ keine Spur.

Bunte Perlen rollen
in schäumender Flut,
tropfen an guten Tagen
aus flimmernder Sonne Glut.

Ich such´ meine Perle
in wallender Gischt.
Die Zeit wiegt schwer,
und ich finde sie nicht.

Ich suchte die Perle,
als der Sturm sich gelegt,
derweil die Erde
sich drohend erhebt.

Die Welle sich bäumt`,
bis der Spiegel war klar,
und das Meer am Grund
eine Perle gebar.

Sie trägt im Kern
aus ferner Zeit
den alten Schmerz
direkt ins Herz.

Ich kann Dich nicht lieben,
denn Du bist nicht Zier´
und kann Dich nicht lassen,
das Stück von mir.

Sie stieg aus der Tiefe
in bescheidenem Glanz.
Nun halt ich Dich fest,
denn Du machst mich ganz.


Liebe fließt

Und einmal wird des Mondes sanfter Glitzerstrahl
die alte Mauer mit des Blitzes Kraft zerreißen
und unsere Körper dann
so fest und warm
so innig aneinanderschweißen.

Dann wird der Wellen weicher Klang
das All durchdringen
und in den Ohren stundenlang
wie liebliche Musik erklingen.

Dann werden unsere Seelen schwingen,
vom Gold der Quelle reich genährt,
wenn über uns die Blumen tanzen,
derweil der Fels Dich neu gebärt.

Spürst Du schon der Mauer Beben
in des Mondes Abendlicht?
Siehst Du schon die Wellen steigen?
Fühlst Du, wie die Mauer bricht?


Der Weg zum Ziel

Ich suchte den Weg,
doch die Ereignisse der Vergangenheit
legten mich in Ketten,
eisern und schwer.

In hoffnungsvollen Stunden
wendet sich mein Gemüt
der Sonne zu,
die Fesseln zu lösen
Stück für Stück.

Bis die Welle aus Tränen und Schweiß
den Weg freischlägt.

Dann trägt sie mich
gegen den Strom
sicher an´s Ziel.
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